Königsmacher

Session #51 Die Rückkehr der Herren

anwesende Charaktere:

30. Erastus 4712, Schwurtag, Dornburg , Dornenmark

Endlich kam die Hauptstadt in Sicht. Zu lange waren die Männer und Frauen der Armee von ihren Familien getrennt gewesen.

View
Session #50 Im Angesicht der Götter

anwesende Charaktere:

14. Erastus 4712, Feuertag, in den nördlichen Hügeln der Baronie Drelewstein

Die Truppen der Dornenmark zogen bereits seit einigen Tagen durch die karge Hügellandschaft auf der Suche nach Armag und dessen Hauptstreitmacht. Mit der Unterstützung von Phlexia aus den luftigen Höhen konnte man kleinere Lager der Barbaren ausmachen und diese erfolgreich attackieren. Allem Anschein nach suchten die Wilden etwas in den Hügeln. An verschiedenen Punkten hatten diese in den Hügeln mit Grabungen begonnen. Im Kommandozelt der dornmärkischen Armee kam bald die Vermutung auf, das Armag auf der Suche nach seinem Schwert Ovnirbann war, welches ihm den Legenden nach persönlich von Gorum überreicht worden war.

17. Mondtag 4712, Feuertag, in den nördlichen Hügeln der Baronie Drelewstein

Es sollte nicht mehr lange dauern und die Armeen der Dornenmark und des Armags standen sich am Fuße einer zerklüfteten Bergflanke gegenüber. Die Kundschafter konnten berichten, dass Armag in diesem großen Feldlager gesichtet worden ist. Hier an dieser Stelle sollte sich also das Schicksal des Barbarenhelden entscheiden.
Entgegen der Erwartungen ihrer Männer entschieden sich die Helden gegen ein Duell Mann gegen Mann mit Armag. Statt dessen bliesen die Hörner zum Angriff und die gewaltige Masse aus Fleisch und Metall ging auf einander los. Der Kampf wütete brutal und forderte unzählige Opfer auf beiden Seiten. Schließlich jedoch wurden die Barbaren an die Bergflanke gedrückt und eine Lücke tat sich für die Helden auf. Von Armag und dessen Garde war bisher noch nichts zu sehen gewesen. Man folgerte, dass der Barbar sich im Inneren des Hügels aufhielt.

In dieser uralten Grabanlage kommt es dann schließlich zur finalen Konfrontation zwischen den Helden der Dornenmark und Armag. In einer großen Kammer steht man sich gegenüber- Armag blutüberströmt und bereit für den Kampf! Doch war es nicht sein eigenes Blut das er vergossen hatte- der Berserkerrausch hatte Armag fest im Griff. Auf dem Boden der staubigen Kammer lagen die erschlagenen Leiber Stammesbrüder von Armag. Doch lange konnten die Helden den Blick nicht ruhen lassen, denn in den Händen des Barbaren lag das wohl mächtigste Schwert das sie je erblickt hatten: Ovnirbann! Mit einem Brüllen ging der nun wahrhaftig mächtige Barbar auf die Helden los und ein erbitterter Kampf entflammte.

Der Kampf wütete zwischen dem Barbarenkönig und den Helden hin und her…..am Ende lagen sowohl Armag als auch Padrym und Farli erschlagen am Boden- der Preis für diesen Sieg waren hoch. Doch entschied sich an dieser Stelle noch nicht das Schicksal der beiden Zwerge- größeres sollte für sie bereit gehalten werden! Am Beinacker der Pharasma wurden die beiden von einem Diener der Pharasma empfangen und ein Urteil wurde gesprochen. Als Verdienst gegen den untoten Vordekai sollten die zwei Helden als Pharasmas Streiter zürück ins Leben gerufen werden. Doch damit nicht genug: das Portal zum Beinacker sollte offen bleiben bis die beiden ihre erste Queste für die Göttin des Todes erledigt hatten: das Schwert Ovnirbann musste zerstört werden.

Die übrigen Helden trauerten gerade noch um ihre gefallenen Kameraden als deren geschundene Körper mit einem stöhnenden Seufzer zurück ins Leben kamen. Die Verwirrung ob dieser Wendung war den anderen ins Gesicht geschrieben, doch blieb nicht viel Zeit zum Erklären. Farli erhob sich und schleppte sich zum Leichnam von Armag um das legendäre Schwert an sich zu nehmen. Das schimmernde Portal zum Beinacker wurde von den Zwergen ein zweites Mal durchschritten und zwischen den unzähligen Grabsteinen wurde jener von Ovnirbann gesucht und gefunden. Drei Schläge gegen den eigenen Grabstein, so hieß es, und das Schicksal des Artefakts wäre besiegelt. Auch wenn die Helden damit den Zorn von Gorum, dem Herrn im Eisen, auf sich beschwören würden, so war dies ihre Pflicht. Und so geschah es auch.

Zurück im Tageslicht war die Schlacht gegen die Barbaren geschlagen und eine weitere Bedrohung für die Dornenmark war neutralisiert.

View
Session #49 Eine Legende kehrt zurück

anwesende Charaktere:

7. Sarenith 4712 , Mondtag, Dornenmark

Nachdem die Helden sich zusammen mit vielen hochrangigen Verbündeten aus Neu-Stetven retten konnten, kehrte man zügig in die Heimat zurück. Der Krieg in Brevoy würde früher als erwartet ausbrechen. Die Truppen der Rostlande und ihrer Allianzmitglieder hatten ihre strategischen Positionen noch nicht erreicht- nun hieß es schnell zu handeln.

Rückblende
Die Armee aus Mivon hatte die südlichen Grenzen erreicht. Die Verteidigung war von den Helden soweit abgeschlossen, die Truppen hatten sich zum größten Teil in Tatzelfurt eingerichtet. Mit einer kleinen Streitmacht und den Kundschaftern wollte man den Angreifern aus dem Süden den Vorstoß zu schwer wie möglich gestalten. Nach einigen Sabotageaktionen erhielten die Helden eine unerwartete Botschaft aus dem feindlichen Heer: man wollte sich mit der Regierung der Dornenmark in Verbindung setzen um Gespräche aufzunehmen. Diese Botschaft war von niemand geringeres geschrieben als Pekkarim Garth, dem Schwertjunker aus Restow.

War er ein Verräter? Hatten die Helden nicht seinen Sohn, Arandes Garth, aus den Klauen von Waldenau befreit? War dies der Dank? Und was war aus Arandes Mission geworden? Immerhin hatte man den jungen Mann nach Mivon geschickt damit er die dortigen Umtriebe beobachte.

Die Regierung willigte dem Treffen am alten Hirschfort ein und nach dem politischen Geplänkel vor Ort offenbarte sich den Helden das Gesamtbild der Situation:
Mivon war nicht gekommen um die Dornenmark anzugreifen, sondern um hindurchzumarschieren. Die Truppen wollten sich mit jenen der Schwertjunker beim Kastell Serenko vereinen. Und da bereits seit den Ereignissen rund um Othowin Jorge bekannt war, dass sich ein Verräter in den Reihen der Dornenmark ausgebreitet hatte, wollte man die üblichen Nachrichtenkanäle nicht nutzen sondern alles auf eine Karte setzen. Den Herrschenden der Dornenmark schmeckte diese Erklärung bei Weitem nicht, doch konnte man am Ende der Gespräche die Gegenseite und deren Intention verstehen. Mivon marschierte also weiter- ihr Ziel war es so schnell wie möglich mit den rostländischen Truppen Neu-Stetven zu besetzen.

Gegenwart
General Padrym sammelte seine Truppen um sich auf den Krieg vorzubereiten, als eine weitere schicksalhafte Nachricht in Form von Flüchtlingen aus Drelewstein die Hauptstadt erreichte. Die Arbeit des Barden Grigori hatte die letzten Wochen seine Wirkung gezeigt:

Als die Kunde von der Falschheit der neuen Währung der Öffentlichkeit zugetragen wurde, verlor Baron Drelew Stück für Stück die Kontrolle über sein Reich. Die Handelspartner brachen ihre Beziehungen ab und forderten Ersatz für die wertlose Währung. Die Baronie im Westen versank im Chaos. Von heute auf morgen waren ganze Familien und Handwerksbetriebe bankrott, große Teile des stehenden Heeres desertierte. Die Baronie Drelewstein war offiziell insolvent und nicht mehr handlungsfähig.

Dann kam das böse Erwachen. Aus dem Norden kehrten die Stämme der Tigerherren zurück nach Drelewstein. Jene Barbarenstämme, welche vor vielen Monaten von den Verteidigern der Baronie zurückgeschlagen wurden. Nun, da das umliegende Land schutzlos vor ihnen lag, schlugen die Wilden umso härter zu und nahmen die Stadt im Sturm. Die wenigen treuen Soldaten versammelten sich um Terrion Numesti und kämpften um ihr Leben, während viele ihrer Kameraden die Beine in die Hände nahmen und flohen.

Die Kunde der Barbareninvasion erreichte nun also die Dornenmark. Was sollte man tun? Eigentlich wollte man sich auf den Krieg in Brevoy einrichten, schließlich war man ein Vasallenstaat des Rostlandes. Doch andererseits konnte man die Unruhen im Westen nicht ignorieren. Man beschloss letzten Endes mit geballter Faust nach Drelewstein zu ziehen um den Unruheherd dort einzudämmen. Die Flüchlinge wurden untergebracht und versorgt, die Truppen gesammelt. Doch noch bevor die Armee aufbrechen konnte, hatte sich ein hartnäckiges Gerücht in den Lagern verbreitet. Zuerst bei den geflohenen Bewohnern und Soldaten von Drelewstein, dann auch bei den Männern und Frauen der Dornenmark. An den Lagerfeuern und den Tavernen gab es bald kein anderes Thema mehr und die meisten flüsterten es nur ehrfürchtig. Es hieß, dass die Stämme der Tigerheeren von ihrem legendären Anführer begleitet wurden. Dem Champion des Gorum.

ARMAG

Normalerweise hätten die Helden dies als das Geschwätz des Volkes abgetan. Doch als einer der Soldaten die erbeutete Marmorstatue (welche Armag darstellen sollte) erblickte, riss er die Augen auf und erbleichte. Er schwor bei den Göttern, dass dies eben das Ungetüm sei, welches mit seiner Horde die Stadt und das umliegende Land überfiel.

2. Erastus 4712 , Mühtag, Dornenmark
Die Truppen der Dornenmark hatten die Ausläufer der Sümpfe erreicht und erblickten nun quer über den Hackenzungensee Drelewstein. In der Dunkelheit der Nacht konnte man nicht allzu viel erkennen, doch der Gestank nach Rauch und Tod wehte über den See zu den Männern hinüber.

Die Schlacht um Drelewstein dauerte bis zum Morgengrauen an. Die Helden erlebten viel Leid und Schmerz, aber auch Heldenmut und Aufopferung. Die Kämpfe um das Torhaus, die Befreiung der Sklaven am Hafen oder den Sturm auf die Burg werden in die dornmärkische Geschichte eingehen. Die Barbaren des Tigerherrenstammes kämpften bis zum letzten Mann und starben wie echte Krieger. Aus den Zellen des Kerkers befreite man letzten Endes nicht nur Terrion Numesti und viele andere Bürger, sondern auch die wehrte Baronin Pavetta Struhn-Drelew und aus seinem Turmzimmer sogar Baron Drelew.

Noch während die letzten Brandherde bekämpft wurden, sammelten die Helden Informationen über den Verbleib des legendären Barbarenhäuptlings. Alles deutete darauf hin, dass er und der größte Teils des Stammes nach Norden wanderten um in den Hügeln nach etwas zu suchen. Und obwohl die Männer und Frauen der Dornenmark eine Verschnaufpause benötigt hätten, sammelte man seine Vorräte und zog in einem Gewaltmarsch nach Norden.

View
Session #48 Ein Versprechen für die Ewigkeit

anwesende Charaktere:

22.-24 Desnus 4712 , Feuertag, Neu-Stetven, Brevoy

Zusammen mit einem von ihm zusammengestellten Grüppchen zwielichtiger Gestalten verschaffte sich Quon Zugang zu vertraulichen Informationen über die bevorstehende Hochzeit und deren groben Ablauf. Geplant war die Entführung der Braut noch bevor die eigentliche Zeremonie beginnt. Dazu infiltrierte man auf verschiedenen Pfaden die Burg um sowohl Angriffs- als auch Fluchtwege zu ermitteln. Die gewünschten Erfolge blieben nicht aus und somit war in der Nacht auf den 24. Desnus die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Männer drangen in die Festung ein, während Quon von außen die Gemächer der Braut observierte.

Gerade zog er seinen Kopf ein Stück hoch, damit er durch das Fenster nach drinnen blicken konnte, da sah er die Lebeda-Braut mitsamt ihren Basen und Freundinnen zusammensitzen. Plötzlich sprang die Tür zu den Gemächern auf, die Türen wurden mit solch großer Wucht aufgerissen dass sie nur noch halb in den Angeln hingen, und eine Gruppe von Männern stürmte den Raum. Nicht nur die Frauen, auch Quon war mehr als überrascht, als die Männer ihre Wachuniformen abwarfen und darunter die traditionelle Tracht des Rostlandes hervortrat.

“Lang lebe das Rostland!”

Dies war der Kampfschrei der vereinigten Rebellen als diese sich auf die Frauen stürzten und sie in einem blutigen Gemetzel töteten. Bevor Quon sich zurückzog, konnte er noch beobachten die Märtyrer von den richtigen Wächtern getötet wurden.

Quons Plan ist nicht aufgegangen. Die Hochzeit war zwar verhindert, doch wurde dies zu einem weitaus höheren Preis gekauft. Männer des Rostlandes hatten die Lebeda-Braut ermordet- das konnte nur eins bedeuten: Rache.

Der Bürgerkrieg in Brevoy war nicht mehr zu verhindern.

View
Session #47 Die Spielsteine werden gesetzt

Chess.jpg

anwesende Charaktere:

15. Gozran 4712 , Sterntag, Dornenmark

Während die restlichen Helden mitsamt der Armee nach Dornburg marschierten, machte sich Phlexia auf den kürzesten Weg zur Hütte des Alten Weibes, da die kleine Fee die schlimme Befürchtung hatte, das die Häscher aus dem fernen Irissen es auf ihre Freundin abgesehen hatten. Schnell wie der Wind machte sich Phlexia auf den Weg zum Alten Weib und konnte ihr die letzten Erzählungen ihrer damaligen Flucht aus Irrisen entlocken. Zur Flucht vor den Häschern konnte die Fee die Vettel jedoch nicht überreden und für jedes weitere Wort war es bereits zu spät: schon waren die Diener des Winters angekommen und Phlexia stürzte sich in einen wilden Kampf gegen die Frostreiter. Das Alte Weib derweil wob ihre mächtigste Magie, ein Ritual welches sie damals von den Rebellen gelernt hatte: das Ritual des Frühlingserwachens.

Unerbitterlich beharkten die Frostreiter die kleine Hütte mit ihrer Magie, doch Phlexia kämpfte unerbitterlich gegen sie und konnte sie schließlich besiegen. Das Ritual näherte sich dem Ende entgegen als sich zwischen den Bäumen die imposante Gestalt von Mitternacht erhob. Der Reiter der Baba Yaga selbst war gekommen um die Hexenmeisterin zu holen. Seine Magie war ebenso mächtig wie seine Klinge und fast war alle Hoffnung verloren. Mit einer letzten Anrufung entließ das Weib ihre Magie des Frühlings. Der Schnee schmolz, Blumen räkelten sich aus der Erde und erblühten, während eine sanfte Brise wehte. Die zum neuen Leben erwachten Pflanzen schlängelten sich am Körper des Alten Weibes herauf, dann erstrahlte ein helles Licht und der Körper der Frau begann sich in Myriaden von Lichtpunkten aufzulösen. Vor den Augen Phlexias ging das Leben ihrer Freundin in eine neue Existenz über: sie wurde Teil des Frühlings. Dann ertönte ein Grollen und sowohl Phlexia als auch Mitternacht widmeten sich dessen Ursprungs: die Bäume der Narlmark krachten und neigten sich zur Seite als sich etwas wahrhaft gigantisches näherte. Es war ein Titan von Hirsch, über und über mit Blumen und Blüten bedeckt welche aus seinem Leib sproßen. Wo das Tier hintrat, erblühte die Erde zum Leben. Mitternacht wand sein Reittier zum Angriff als der Hirsch seinen mächtigen Kopf neigte. Aus dem Geweih schossen speerartig Bolzen aus Horn und trafen den Ritter der Baba Yaga mitten in die Brust. In einer letzten verzweifelten Bewegung versuchte sich der Ritter aus dem Griff des Frühlings zu befreien, doch seine Bemühungen waren vergebens. Er verendete und löste sich auf. Einzig der schwarze Umhang kündete von seiner Existenz. Dann trottete der Hirsch wieder in den dichten Wald. Nichts deutete von seiner Anwesenheit als er verschwand.

In der Zwischenzeit macht sich der Rest der Gruppe mit der Armee weiter Richtung Dornburg. Die nächsten Stunden werden damit verbracht verschiedene Berichte zu erfassen. Es scheint als würden sich die Spielsteine auf dem großen Brett in Bewegung setzen: Mivon hat seine Truppen mobilisiert und die südlichste Grenze der Dornmark überschritten. Während der Abwesenheit der Helden hat die dornmärkische Inquisition Spuren zu den Deliquenten zurückverfolgt und konnte erste Erfolge verzeichnen: sie haben einen dieser Verbrecher gefasst und halten ihn derzeit in den Kerkern fest.

Der Krisenstab wurde einberufen um der aufkommenden Bedrohung aus dem Süden beizukommen. Während dessen befassten sich Padrym, Quon und der Baron zusammen mit der Inquisition mit dem Gefangenen. Der adipöse Mann in den schillernden Gewändern war als Grigori bekannt und ein ziemlich angesehener Barde. Nach Stunden des Verhörs und psychologischen Tricks hatte man den Kerl soweit das er ein Geständnis ablegte, immerhin waren die Beweise erdrückend. Grigori war im Auftrag eines einflussreichen Mannes in die Dornenmark gekommen um die dortige Regierung zu diffamieren. Eine reichhaltige Belohnung winkte ihn hierfür. Der wahre Drahtzieher der Aufstände war kein anderer als Baron Drelew!

Ein für alle Mal wollte man mit diesem Kapitel abschließen und so einigte man sich auf einen Plan um es Drelew mit gleicher Münze (ihm wahrsten Sinne) heimzuzahlen: Grigori wurde auf freien Fuß gesetzt, mit der Auflage zurück nach Drelewstein zu gehen und dort die Kunde zu verbreiten, dass die neue Währung von Drelew Falschgeld wäre. Und nicht nur dort, er solle in Drelewstein beginnen und dann in die Flusskönigreiche ziehen um die Nachricht wie ein Lauffeuer verkünden!

Und während die Verteidigungspläne gegen die Armee aus Mivon langsam Gestalt annahmen, wurden den Helden Besucher angekündigt. Die Flügeltüren der Kammer öffneten sich und mehrere Männer betraten den Raum. Zeitalter schienen vergangen zu sein seit die Helden einen der ihren das letzte Mal sahen: Garen und dessen Kameraden waren in der Dornenmark eingekehrt. Die nächsten Stunden verbrachte man mit den Erzählungen und der aufkommenden Bedrohung in Brevoy. Garen erzählte von all seinen Erlebnissen seit der Himmelswacht. Seinen Bericht beendete der Paladin mit der Erzählung rund um Prednice- der Kult, das Ätherschiff, der Kampf gegen einen Schattendämon und wie die Männer zusammen mit Garen den Bau eines Tores zur Schattenebene verhindern konnten. Doch den Plänen des Kultes zufolge waren weitere Tore geplant. Soviel Garen herausfinden konnte, müssten noch mindestens zwei weitere Ebeneportale errichtet werden.

Zusammen mit Hardur Fellstaub durchstöberte man die gesammelten Dokumente zu Choral dem Eroberer und dessen errichteten Bauwerke in Brevoy. Garen und die Helden vermuteten, wenn solche Portale gebaut werden und Angehörige des Haus Rogarwia involviert sind, dass diese magischen Konstrukte in den Bauwerken des Chorals zu finden wären. Folgende Standpunkte dürften dafür in Frage kommen:

  • Neu-Stetven
  • Die Hohe Senke im Goluschkingebirge
  • Burg Prednice (wo das Schattenportal erbaut werden sollte)
  • Burg Rabenstein (100km nördlich von Restow)
  • Himmelswacht (Choral ließ die Stadt rund um das Observatorium errichten)
  • Winterklippe (Akubeninsel)
  • Burg Brunderton (Tal des Feuers)

Zusammen mit dem Gelehrten Fellstaub wollen Garen und dessen Kameraden sich auf die Queste machen diese Orte zu untersuchen.

Alsbald hatte man alle Hände voll zu tun. Quon machte sich auf den Weg nach Neu-Stetven wo schon in wenigen Wochen die Hochzeit zwischen Surtowa und Lebeda stattfinden sollte. Mit jeglichen Mitteln wollte der Grippli diese Vereinigung verhindern….
Die Regimenter der Dornenmark marschierten nach einer viel zu kurzen Rast wieder nach Süden Richtung Tatzelfurt. Hier sollte die Verteidigungslinie gegen Mivon errichtet werden.

Doch auch das persönliche Leiden des Barons wurde immer offensichtlicher. Bevor die Helden aufbrachen, verkündeten Äbtissin Kara Ilarenika die Schwangerschaft der Baronin Edrissa Schwarzstein. Dunkle Ringe zeichneten sich unter den Augen des Barons ab, schon seit Wochen mied er den Schlaf. Sorgenfalten verunzierten das sonst so fröhliche Antlitz des Gnoms. Während des Ritts nach Süden vertraute er sich seinen Freunden an und Berichtete von den Alpträumen die ihn schon seit langer Zeit quälen.

Du läufst den Flur entlang, deine Schritte hallen laut den ansonsten stillen Gang entlang. Deine Gedanken reißen ständig ab. Stiller Gang? Nichts ist zu hören außer deiner Schritte und diese….diese auf grausame Art und Weise so bekannten Schreie. Schreie einer Frau. Mit einem Mal stehst du vor einer Tür. Sie ist nur angelehnt und steht einige Zentimeter auf. So oft bist du schon hindurchgetreten. So oft. Du hörst Stimmen hinter der Tür. Sie flüstern miteinander. Einzig dein Atem und das Flüstern ist zu vernehmen. Du kannst di Worte jedoch nicht verstehen, hörst alles wie durch eine dicke Schicht Watte. Deine Hand bewegt sich unendlich langsam und drückt die Tür auf. Quälend langsame schwingt die dicke Holztür deines Schlafzimmers auf. Das Quitschen der Scharniere droth dir die Trommelfelle zu zerreißen. Das Licht ist gedämpft. Einzig zwei kleine Öllampen beleuchten den Raum. Die Männer bemerken dich und drehen sich zu dir um. Das Licht hält den Raum in einem Zwilicht gefangen, einzig die Gesichter sind erleuchtet. Padrym, Farli, Quon, Bokken, Oleg, Kesten. Ihre Gesichter sind von Falten zerfurcht und ausgemergelt. Tiefe Trauer blickt aus ihren Augne hervor. Padrym öffnet den Mund um etwas zu sagen, schüttelt aber dann nur den Kopf und senkt seinen Blick. Auch die anderen wirken betroffen. Sie treten einen Schritt zur Seite, lassen dich passieren. An Bokkens Händen klebt Blut und in seinen Augen stürzen Bäche von Tränen an seinen Wangen herab. Auch eine Frau ist anwesend, die wunderschöne Äbtissin aus Nivatkasbrück. Sie steht mit dem Rücken zu dir, einzig an ihrer Robe und Figur kannst du sie erkennen. Eine kleine Kerze hält sie in ihren alabasterfarbenen Fingern. Leise Worte verlassen ihre Lippen. Ein Gebet. Nur noch wenige Worte, dann tritt auch sie zur Seite und offenbart dir das grauenvolle Schicksal. Weiße Lacken vom Blut dunkel gefärbt. Bereits erkaltetes Wasser in Schüsseln stehen am Rand. Im Hintergrund hörst du Farli und Quon schluchzen. Padryms Schritte stampfen auf dem Boden, er verlässt den Raum. Wenige Herzschläge später hörst du es draußen poltern. Metall auf Stein. Doch dies alles registrierst du nur am Rande. Deine Augen weiten sich, dein Herz pocht in deinem Leib. Wie viel Leid sollst du noch ertragen? Wie viel Leid kannst du noch ertragen? Ihre Augen sind geschlossen, ihr Blick friedlich. Vielleicht schläft sie nur. Doch tief in deinem Inneren kennst du bereits die Wahrheit. Deine Welt gerät aus den Fugen und droht dich in ein finsteres Loch zu werfen. Edrisse, deine geliebte Edrisse, ist tot. Und mit ihr euer Kind. Es wäre ein Sohn geworden. So zumindest sprichst du zu dir als du dieses verdrehte Etwas siehst. Es war kein Mensch und auch kein Gnom. Ein widerlicher Zwitter mit Haut, Fell, Hörnern und Hufen. War dieses Ding eurer Liebe entsprungen? Ward ihr dazu verdammt, kinderlos zu bleiben und es immer wieder aufs Neue versuchen zu müssen, während von Edrissa immer mehr im Jenseits zurückblieb? Eine Stimme hinter dir flüstert voller Mitgefühl “Wenn wir Menschen lieben, kann daraus nur Leid entstehen.” Du drehst dich um. Vor dir steht ,in all ihrer Pracht, Ambrosia, die Nymphenkönigin. “Doch kann ich dir und deiner Liebe geben wonach ihr euch sehnt. Ich kenne das Ritual der Fruchtbarkeit. Du musst mir nur geben was mein ist.”

Damit wacht der Baron immer und immer wieder schweißgebadet auf.

Das Unheil schien seinen Lauf zu nehmen. Mivon, Drelewstein, Brevoy, ja selbst die Dornenmark, mächtige Nationen konnten aufsteigen oder fallen. Die Spielfiguren wurden platziert.

View
Session #46 Inmitten uralter Bäume

anwesende Charaktere:

22. Pharast 4712 , Mondtag, Hackenzungensumpf, Die Raublande

Die Truppen wanden sich durch die beschwerlichen Sümpfe der Gegend. Die Erschöpfung der Reise war den meisten Soldaten anzusehen. Auch der Baron sah immer schlechter aus, des Nachts fand er keinen richtigen Schlaf und tagsüber plagten ihn düstere Gedanken. Noch schien er nicht über seine Sorgen sprechen zu wollen, tat jegliche Gespräche über seinen Zustand ab. Schon vor Monaten hatten sich im sonst so fröhlichem Antlitz des Gnomes Sorgenfalten gegraben. Die Bürde des Regierens ist nicht immer leicht zu tragen.

Noch bevor die Truppen unter der Führung von Padrym von der Dornenmark aus losmarschierten, hatten Boten weitere unheilvolle Nachrichten überbracht. Der Nachbar im Süden, Mivon, hatte sich angeschickt die eigenen Truppen an der Grenze zur Dornenmark zu sammeln. Dies lastete schwer auf den Schultern des Barons. Man schickte weitere Spione und Kundschafter aus um das Treiben im Süden im Auge zu behalten. Weiterhin wollte man einen Botschafter nach Mivon entsenden der vor Ort sein sollte. Da man noch einen Gefallen übrig hatte, wählten die HeldenArandes Garth für diese Aufgabe aus. Der junge Mann hatte genau das richtige Profil dafür.

Auch hatte die Aktivität von bösen Feenwesen in der Narlmark wieder zugenommen. Einsame Reisende wurden überfallen und konnten nun als perverse Kunstwerke der grausamen Eismetze bewundert werden. Phlexia beauftrage währen ihrer Abwesenheit Tyg-Titter-Tat mit der Beaufsichtigung jener Aktivitäten. Parallel sollte Häuptling Rußschuppe kleinere Truppen aufstellen um die Dornenmark im Notfall schützen zu können. Als dann noch Akiros Ismort und Swetlana Leweton ihren Rücktritt von ihren Posten als Regierungsmitglieder verkündeten (sie wollten sich nach den Schmähungen der Aufwiegler nicht mehr dem öffentlichen Druck aussetzen), wurde den Helden die volle Tragweite der Pamphlete bewusst welche schon so viel Schaden angerichtet hatten. Die beiden wollten die Dornenmark verlassen um woanders ihr Glück zu finden. Damit war die Ehe von Swetlana und Oleg offiziell beendet.

Aus Restow überbrachte ein Bote der Schwertjunker die Nachricht, dass die Hochzeit zwischen den Häusern Lebeda und Surtowa um drei Monate nach vorverschoben wird. Dies nahm Quon zum Anlass nach Neu-Stetven zu reisen. Er hatte dort noch Vorbereitungen für die Hochzeit zu treffen….

Als Nachfolger für Akiros wählte man Hugnir Granitfall, einem treuen Bruder der Schilde Torags. Der neue Berater der Regierung sollte Loy Rezbin werden. Seine Nachfolge in der Handelskommission sollte von Arndt Origen angetreten werden. Der junge Mann hatte sich zu einem tüchtigen Geschäftsmann gemacht und erwartete bereits den ersten Nachwuchs mit seiner Frau.

Und hier war man nun inmitten der Hackenzungensümpfe. Vieles musste in der Heimat erledigt werden, viele berunruhigende Nachrichten hatten die Helden erreicht. Die Mauern von Dornburg sollten während ihrer Abwesenheit ausgebaut werden, man wollte für alle Eventualitäten vorbereitet sein. Nach Wochen des Marsches und des Kämpfes konnte man schließlich die Hauptmacht des riesigen Boggardstammes in einer Talsenke stellen. Zahlenmäßig unterlegen konnten die Soldaten der Dornenmark die Kreaturen in die Knie zwingen und besiegen. Die Verluste waren jedoch sehr hoch, die Karren und Pferde stöhnten von der Last der Leichname und Verwundeten. Harte Kämpfe und Entbehrungen lagen hinter ihnen, doch die Zukunft sollte weitere mit sich bringen. Die Vorzeichen standen auf düstere Zeiten, der Sonnenschein einer besseren Welt verblasste vor den heranziehenden Gewitterwolken. Dennoch, die Stimmung besserte sich als man die Sümpfe hinter sich ließ und endlich wieder in die Wälder der Narlmark trat. Schon erreichten die Truppen weitere Botschaften. Dunkle Schwingen, dunkle Worte. Es sollte nicht besser werden:

Die Truppen von Mivon hatten sich in Bewegung gesetzt und marschierten nach Norden. Schon vor einigen Tagen hatten sie die Ländereien der Dornenmark betreten. Viele Tausend Mann zu Fuß und zu Pferde mitsamt eines riesigen Trosses. Sofort wurden Verteidigungspläne in Bewegung gesetzt. Doch es sollte noch weitere düstere Neuigkeiten geben: in der Narlmark trieben Frostreiter ihr Unwesen. Alleine der Gedanke reichte um bei vielen Bewohnern Schauer des Schreckens über den Rücken zu jagen. Der Jahrmarkt der Tränen. Ein einziger Frostreiter hatte so großes Unheil über die Menschen der Dornenmark gebracht. Und laut Tyg-Titter-Tat trieben nun rund ein Dutzend dieser gefallenen Prinzen ihr Unwesen. Angeführt wurden diese Reiter von einer imposanten Gestalt in einer schwarzen Rüstung und einem Helm mit Widderhörnern. Und allem Anschein nach suchten sie etwas in den Wäldern. Oder jemanden. Und dann fielen Phlexia all die Geschichten ein, welche ihr Das Alte Weib über deren Heimat Irrisen – Land des Ewigen Winters erzählte. Wie Schuppen fiel es Phlexia wieder ein- und mit einem Mal wusste sie um die Gestalt des Schwarzen Reiters: Mitternacht, einer der Herolde der Baba Yaga

View
Session #45 Expansion

anwesende Charaktere:

30. Abadius 4712 , Schwurtag, Dornburg, Dornenmark

Viele Wochen der harten Arbeit lagen hinter den Helden und der Dornenmark. Mit dem Verlust vieler Freunde in Varnburg blieb die Siedlung nun fast schutzlos zurück. Schnell wurde der Plan gefasst und umgesetzt, dass man Varnburg der Dornenmark eingliedert. Dazu waren keine Überredungskünsten vonnöten. Auch die Zentauren schlossen sich dem Herrschaftsgebiet der Gefährten an. Das Gewölbe des Vordakais wurde der Kundschafterloge zum Studium freigegeben. Schon bald sollte sämtliches Wissen offenbart werden.

Als am Morgen dem Regierungsrat ein Besucher aus Drelewstein angekündigt wurde, waren alle schon sehr gespannt. Die beiden Gestalten welche in die Kammer hineingeführt wurden, waren den Helden vertraut. Es waren des Baron Drelews Vetter Imeckus Struhn und General Terrion Numesti. Baron Drelew bot der Dornenmark einen Neuanfang an und wollte dazu wieder diplomatische Beziehungen aufbauen. Man wollte Botschafter austauschen und so die Zusammenarbeit wiederaufnehmen. Einzig das Problem mit dem Hackenzungensumpf müsste noch aus der Welt geschaffen werden. Dies war die Bedingung des Baron Drelew. Der Rat wollte dies besprechen, doch noch am gleichen Abend entließ man die Besucher mit einem positiven Bescheid. Man hatte den berühmten Fuß wieder in der Tür. Für den Posten des Botschafters wählte man Hardur Fellstaub aus.

Im ganzen Land wurden Steinbrüche erhoben um den Handel mit wertvollen Baustoffen zu fördern. Aus allen Herren Länder strömten neue Siedler in die Dornenmark. Es schien als wäre ein goldenes Zeitalter angebrochen. Ein Zeitalter fernab der düsteren Prophezeiungen und Omen…

View
Session #44 Das Böse lauert überall

anwesende Charaktere:

09. Kutona 4711 , Sterntag, Niemannhöhen
Mit der jungen Zentaurin im Schlepptau besprachen sich die Helden. Man wägte ab ob man Xamanthe Silberfeuer nach draußen eskortieren sollte, entschied sich aber dagegen- man wollte keine Zeit verlieren das Böse hier zur Strecke zu bringen. Man drang immer tiefer in das uralte Gewölbe, kämpfte sich durch tödliche Verteidigungsmechanismen und untote Wächter um schließlich in verschwundenen Bewohner von Varnburg zu finden. Zu Dutzenden wurden sie getötet und lagen nun halb gefressen in einem riesigen Bankettsaal. Am Kopfende saß Maeger Varn, umgeben von seinen getreuen Kameraden. Das Herz voller Wut ob dieser Tode stürzten sich die Helden auf die widerwärtigen Zyklopenkreaturen im Saal. Erst als das unheilige Leben für immer aus ihnen wich, ließ man ab und konzentrierte sich auf die bevorstehende Aufgabe. Eine Wendeltreppe führte nach oben, ein kleiner Bachlauf zierte die Galerie und den dahinterliegenden Gang. Man folgte diesem bis Quon die Gruppe anhielten ließ. Mit zusammengekniffenen Augen vollführte er am makellosen Stein seltsame Bewegungen, einem Tänzer nicht unähnlich. Doch seine Gefährten wussten es besser: der Grippli war auf der Suche nach einer Anomalie innerhalb des Gemäuers. Und sie sollten nicht enttäuscht werden, denn schließlich fand der Gefährte den Mechanismus und ein Portal öffnete sich.

Die dahinterliegende Kammer war achteckig und eine gewölbte Decke aus weißem Kristall bildete ein umgestülptes Auge. Die Wände waren über und über mit arkanen Symbolen und Abbildungen von Zyklopen bedeckt. Im Zentrum des Bodens, direkt unter dem Auge, war ein Beschwörerkreis eingelassen. Der ganze Raum strahlte eine mächtige Magie aus die Raklgrash jedoch nicht identifizieren konnte. Alle erkannten aber die Mächtigkeit dieses Raumes und spürten die Andersartikeit. Dies war Grund genug für Padrym um sich magisch zu vergrößern und mit seiner Waffe auf die Kristallkupel einzuschlagen. Die anderen stürzten aus der Kammer raus als die ersten Splitter zu Boden fielen. Aus dem Gewölbe hallte ein furchtbarer Schrei, als würde ein uralter Gott sich erheben.

Während der Paladin noch weiter auf die Kuppel einschlug, waberte die Luft in der Kammer und mit einem Knall zerriss das Gefüge, Luftverwirbelungen nahmen den Helden kurz die Sicht und wo Herzschläge zuvor das Nichts regierte, stand nun eine wahrhaft riesenhafte, furchteinflössende Gestalt: der Herr des Gewölbes trat seinen unwillkommenen Gästen gegenüber. Nun endlich standen sich die Helden und Vordakai gegenüber.

Der mächtige Zyklopenleichnam erhob sich in der Kammer, seine vertrockneten Stimmbänder verkündeten das Ende allen Lebens in diesen Kammern. Seine leere Augenhöhle wurde von einem dunkelrot leuchtenden Edelstein verziert der die Kammer in ein düsteres Licht tauchte. Beinahe auf Augenhöhe fochten Padrym und der Leichnam ein Duell auf Leben und Tod, während die anderen Gefährten vom Eingang der Kammer in das Kampfgeschehen eingriffen. Vordakai wob seine unheilige und tödliche Magie eines ums andere und setzte sich mit allen Mitteln eines verwundeten Tieres zur Wehr. Als sich der Staub legte war die Kammer von den Bruchstücken des Kristalldoms übersät. Der mächtige Vordakai war besiegt, sein verdorrter Corpus lag erschlagen zu den Füßen der Helden. Eine weitaus kleinere Gestalt lag neben ihm. Farlis Augen waren geöffnet, das Gesicht vor den Schrecken verzerrt welche es in den letzten Atemzügen gesehen hatte. Das Licht in den Augen war gebrochen, der Zwerg war tot, umgekommen von der uralten Magie des Zyklopen.

Mit aller Ehre betteten die Kameraden ihren gefallenen Freund und schworen ihn so schnell wie möglich wieder in ihre Mitte zurück zu holen. Doch noch war ihre Aufgabe hier nicht beendet. Die Hände fest um ihre Waffen geklammert folgten die Helden dem Weg bis ins innerste Heiligtum des Zyklopenleichnams. Noch bevor sie aufbrachen ließ es sich Padrym nicht nehmen den leuchtenden Kristall im Schädel des Leichnames mit seinem Dorn-Dergar zu zerschmettern. Im Thronsaal angekommen fanden die Kameraden schließlich unheilige Seelengefäße in denen die Seelen unzähliger Bürger von Varnburg gefangen waren. Nachdem die Seelen wieder körperliche Formen angenommen hatten und die Bewohner verwirrt umherblickten, wurden die Seelengefäße eines nach dem anderen vernichtet. Niemand sollte solch ein Schicksal mehr erleiden. Dann war es Zeit wieder an die frische Luft zu kommen und den Eingang zu diesem Gewölbe zu schließen.

Die Rückreise verlief ereignislos und die Helden wurden feierlich bei den Zentauren aufgenommen. Der Sieg über den jahrtausende alten Fluch verbreitete sich wie ein Lauffeuer und bald schon folgte ein rauschendes Fest. Es wurde ob der Gefallenen zusammen getrauert und getrunken. Die Helden verließen die Feierlichkeiten jedoch schon bald um mit dem Leichnam des Farlis nach Norden zu eilen. Zusammen mit Äbtissin Kara Ilarenika zog man nach Restow um den Hohepriester die nötigen Rituale sprechen zu lassen. Schon bald konnte man Farli wieder in seinen Kreisen willkommen heißen. Ob seiner Tapferkeit im Angesicht eines solch mächtigen Feindes der Pharasma, erhielt der den Titel “Wiederauferstandener Streiter der Pharasma”. Doch der Zwerg hatte sich verändert. Zuerst war es ihm nicht anzusehen, doch einige Wochen später wurde es immer offensichtlicher: Farli hatte seine Gier nach Gold und Reichtümern verloren. Wo er früher geizig und auf sein Gold bedacht war, gab er es jetzt aus wie ein normaler…..Mensch.

View

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.