Königsmacher

Session #3 Ankunft im Grüngürtel
Willkommen in den Raublanden

anwesende Charaktere:

17. Gozran 4709 , Mühtag, Nivaktasbrück Brevoy
Es regnete als die Expeditionstruppe aus Restow in der kleinen Handelsgemeinde Nivaktasbrück ankamen. Die Reise hierher dauerte nur wenige Tage von Restow aus. Tage, in denen sich die zusammengewürfelte Reisegesellschaft miteinander vertraut gemacht hatten. Niemand hatte damit gerechnet, dass solch eine Gruppe aus dem Bewerbungsverfahren hervortreten würde. Am allerwenigsten die Teilnehmer selbst. Doch hier sind sie nun, fünf Männer, durch eine Queste zusammengeführt. In seinem Herzen trägt ein jeder von ihnen seinen eigenen Grund für diese lebensgefährliche Aufgabe.

In der Mitte des kleinen Ortes sahen sie das größte Gebäude, direkt neben einem Schrein der Pharasma- dies musste die Handelshalle sein, wo sich alle reisenden Händler treffen um Waren auszutauschen. Geführt von einem Boten, trafen sie im Innern der Halle auf Lorin Kaven, den Konstabler des Ortes, und Äbtissin Kara Ilarenika . Die beiden stellten sich ihnen als Verbindungspersonen zu Restow vor. Von Nivatkasbrück aus würde es direkt in den Grüngürtel gehen, so dass sie hier noch einmal die Gelegenheit hatten sich mit allen nötigen Gütern zu versorgen.

Danach ging es zum Gasthaus, wo man sich für diese Nacht noch einmal ausruhen wollte. Jeder noch eine warme Mahlzeit und ein Getränk und schon wurden sie von den hiesigen Händlern, Jägern und Gästen nach der Expedition der Schwertjunker ausgefragt. Unsere Helden waren gerade dabei zu erzählen, da schwang die Tür auf und vier Gestalten betraten den Schankraum, allesamt bekannte Gesichter. Gesichter, welche Ärger bedeuteten. Denn bei diesen vier Gestalten handelte es sich um Arandes Garth, Variel, Prabur- Herr des Schmerzes und Gizmokulkuin. Gestalten, welche beim Aufnahmetest nicht genommen wurden- an ihrer Stelle entschied man sich für unsere Helden.

Lange Rede kurzer Sinn- einem heftigen Wortduell folgte ein blutiger Nahkampf, wobei der Konstabler des Ortes schnell einschritt und die größtenteils ohnmächtigen Angreifer in Gewahrsam nahm. Da es genügend Zeugen bei dieser Auseinandersetzung gab, wollte man die vier Halunken der Gerichtbarkeit in Restow überantworten.

18. Gozran 4709 , Wohltag, Südliche Rostlandstraße, Brevoy
Man brach mit dem Morgengrauen Richtung Westen auf und verließ die Siedlung hinter sich und somit die Zivilisation. Nun breitete sich die gefährliche Raublande vor den Helden aus. Sanfte Hügellandschaften im Westen, Berge im Süden und die zivilisierten Landstriche im Norden. Das Wetter hielt und die Gefährten kamen gut voran bis sie am Abend ihren Schlafplatz ausfindig machten: Kastell Serenko.
Das verlassene Kastell eignete sich hervorragend zum Übernachten und keiner der Reisenden wurde behelligt.

19. Gozran 4709 , Schwurtag, Südliche Rostlandstraße, Brevoy
Heute wollte man den Handelsposten unbedingt erreichen, weit konnte es schließlich nicht mehr sein. Am Mittag begann es zu regnen und in der ferne konnten die Helden ein grausiges Schauspiel beobachten. Mitten in der Landschaft baumelten an einem kahlen Baum die Gestalten mehrerer Erhängter. Man ritt darauf zu und konnte erkennen, dass es sich dabei um einen Mann, eine Frau und sogar ein Kind handelte. Neben den Bäumen stand ein kaputter, geplünderter Karren. Dies musste das Werk von Banditen gewesen sein. Während man die Leichen von den Bäumen holte und in der gefrorenen Erde begrub, schwor man sich: Die Gesetzlosen werden für diese Tat bezahlen!

Und so erreichte man, es war schon lange dunkel, endlich sein Ziel: ein Paar Stunden vor Mitternacht konnte man im Mondlicht einen kleinen Außenposten ausmachen. Dies musste Olegs Handelsposten sein. Und tatsächlich: auf ihr Rufen (das Tor war geschlossen) tauchte ein Bär von Mann auf der Palisade auf und zielte mit einer guten Armbrust auf die Helden. Allem Anschein nach hielt er sie für Banditen.
Nachdem die Helden sich vorstellten, öffnete der Mann widerwillig das Tor und ließ die Helden rein. Im Innern des Handelsposten lernten sie nicht nur Oleg Leweton kennen, sondern auch dessen bezaubernde Ehefrau Swetlana Leweton.
Die Banditen kommen jeden Monat hier am Handelsposten vorbei und nehmen sich was ihnen gefällt- aus Angst dass sie seiner Frau etwas zu antun könnten, hat Oleg bisher nichts unternommen. Er sandte ein Schreiben nach Restow, in welchem er diese um Unterstützung in Form von Bewaffneten bat. Oleg war ziemlich grummelig, als sich herausstellte, dass die Helden nicht diese Söldner waren, sondern ihrer eigenen Queste folgten.

Man versprach jedoch etwas gegen diese Banditen zu unternehmen. Es sollte noch ein paar Tage dauern, bis diese wieder zum Handelsposten kommen würden. Diese Zeit wollte man nutzen, um die Gegend zu erkunden.
Auch erfuhren sie von einem mysteriösen Anführer der Banditen im Grüngürtel. Selbst Oleg, sonst aufbrausend und selbstbewusst, flüsterte nur den Titel des Banditenoberhauptes.

Der Hirschkönig

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Session #2 Ein Spiel in den Schatten...
....die Abrechnung wird folgen

anwesende Charaktere:

29. Pharast 4709 , Schwurtag , Restow , Brevoy
Sie saßen zusammen in der Taverne “Das blutige Haupt”. Die drei hatten sich einen einsamen Tisch in einer der dunkleren Ecken, weit weg vom Kamin, ausgesucht, die beiden Männer saßen mit dem Rücken zur Wand, den Blick frei auf den Eingang. Malekith hatte sie erst beim zweiten Blick entdecken können, setzte sich dann aber zu ihnen.
Den heutigen Abend wollte man die gemeinsame Unternehmung besprechen. Für diese Art von “Unternehmung” benötigte Malekith professionelle Hilfe. Und diese fand er in Gestalt von Nikanor und diesem Gnom mit dem unaussprechlichen Namen Raklgrash Bottichstampfer samt Hund und Kröte. Immerhin verbanden Elfen weitaus mehr mit Gnomen als es den Menschen erscheinen mag.

Bereits vor einigen Tagen hatte Malekith die beiden zwielichtigen Gestalten in einer der abschüssigeren Tavernen der Stadt angesprochen. Auf der Straße hatten die beiden einen guten Ruf, sie wussten wie man sauber arbeitete. Das genügte ihm. Er nannte ihnen einen Preis und worum es grob gehen würde. Nach einer Nachbesserung des Honorars war man sich dann einig und es wurden Details über die Art des Auftrages genannt. Es sollte um Folgendes gehen:

Einer der hiesigen Adligen, ein Mann namens Pekkarim Garth besitzt ein Buch unbekannter Natur, für welches sich der Elfenmagier interessiert. Ein Gesuch beim Schwertjunker habe zu nichts geführt, man hatte das Angebot von Malekith ausgeschlagen. Nun will er es sich auf illegalem Weg beschaffen. Auf Fragen seiner Leihmuskeln antwortete er nur ausweichend; er wollte nicht mehr verraten als nötig war. Sie sollten das Buch zusammen mit ihm stehlen, mehr hat sie nicht zu interessieren. Dabei hat er aber leider die krankhafte Neugier von Gnomen außer Acht gelassen….

Soviel dazu. Seitdem waren nun ein paar Tage vergangen, nun saß man in der Taverne und besprach das weitere Vorgehen. Morgen schon sollte es losgehen.

30. Pharast 4709 , Feuertag , Restow , Brevoy
Bereits in den frühen Morgenstunden stand Nikanor auf der Straße vor dem Anwesen des Schwertjunkers. Beim Vorbeigehen nahm er so viele Details wie möglich auf. Wie weit war es zum Gebäude? Welchen Eindruck machte der Wächter? Wie viele weitere Wächter konnte man sehen? Wer betrat und wer verließ das Anwesen?
Die Stunden vergingen und der Schurke konnte geistig eine grobe Liste des Ablaufes und der Gäste machen. Für den morgigen Tag hatte er sich schon einen einfachen, aber erfolgsversprechenden Plan überlegt

Zur gleichen Zeit betrat Raklgrash den Verkaufsraum von Genda, einem hiesigen Kuriositätenhändler. In den letzten fünf Jahren hat der Gnom den Laden vielleicht zehn Mal betreten- er gehörte demnach schon zur Stammkundschaft. Die Intention des Gnoms war simpel aber gut durchdacht:

Er wollte sich Zutritt ins Anwesen des Schwertjunkers verschaffen. Und dafür benötigte er Ware, welche er diesem Adligen anbieten konnte. Genda war dafür eine gute Adresse, hatte er doch hin und wieder etwas Nettes. Dieses Mal leider nicht, der Kerl hatte wirklich nur minderwertigen Schrott anzubieten (u.a. einen hässlichen Schrumpfkopf aus dem Mwangi-Becken). Doch der kleine Hexenmeister gab nicht auf und handelte eine Abmachung mit dem Händler aus: Genda sollte sich erkundigen was sich derzeit gut verkaufen würde und dafür sollte er etwas aus dem Bestand des Schwertjunkers erhalten. Genda entschied sich dem Handel zuzustimmen und beschrieb Raklgrash einen rosafarbenen, runden, glatten Stein. Diesen wolle er haben.
Man verabredete sich für den nächsten Tag.

In der Zwischenzeit arbeitete Malekith an zwei Schriftrollen “Magie entdecken”, welche der Gnom bei seinem Besuch mitnehmen sollte. Vielleicht würde es ihm damit gelingen, das Buch schneller ausfindig zu machen.

31. Pharast 4709 , Sterntag , Restow , Brevoy
Nikanor wartete diesen Morgen bereits auf die Frauengruppe, welche für das Anwesen auf den Markt geht um Vorräte zu kaufen. Er folgte ihnen und suchte sich das leichteste Opfer heraus: eine ältere, korpulente Frau, welche sich von der Herde getrennt hatte und beim Kartoffelstand ihren Korb füllte. Als wäre es Schicksal, stolperte er in sie herein (ja, er stolperte “in” sie herein, seine eigenen Worte! Anm. des Chronisten) und verteilte den Inhalt des Korbes auf dem Marktboden. Natürlich half er der guten Frau schnell und liebenswert. Alt. Korpulent. Bedürftig. Er hatte sie richtig eingeschätzt.
Die restliche Begegnung war mehr als unangenehm für den jungen Mann, doch als er ihr zum Abschied noch einen Kuss auf die Wange hauchte, hatte er alle Informationen die er fürs erste benötigte.

Wesentlich angenehmer war da schon die Aufgabe von Raklgrash. Er gesellte sich wie verabredet zu seinem Freund, dem dubiosen Händler. Und Genda erwartete ihn schon mti einem breiten, zahnlosen Lächeln (die Holzzähne fielen ihm immer wieder aus dem schwarzen Schlund). Er hatte das, wonach der Gnom suchte, doch zu einem höheren Preis als es sich der kleine Held leisten konnte. Der letzte Schrei auf den etwas exzessiveren Festen der Elite: man machte sich mittels Liebestränken Frauen gefügig, die sich selbst Reichtum und Macht nicht beugen würden. Für 150 Goldmünzen sollte ein solcher Trank dem Gnom gehören.
Nach einer Unterredung mit Nikanor und Malekitz war klar: die Gruppe war nicht bereit dem widerlichem Händler Gold dafür zu geben, dass sie letztendlich was für ihn taten (nämlich die Beschaffung des Steines). So verhandelte Raklgrash beinhart mit dem Händler und zeigte wozu er fähig war. Letzten Endes willigte der sich nun windende Genda zu und übergab den Liebestrank ohne Aufpreis an den Gnom.

Für den nächsten Tag wollte man sich beim Schwertjunker anmelden.

01. Gozran 4709 , Sonntag , Restow , Brevoy
Dies war der wohl wichtigste Zeitpunkt für die Vorbereitungen zum Einbruch in das Anwesen des Pekkarim Garth. Der gnomische Hexenmeister erbat eine Audienz beim Schwertjunker und nachdem der Torwächter sich endlich in Bewegung setzte, war es kein Problem mehr hinein zu kommen. Wenige Minuten später saß er im Arbeitszimmer des Adligen. Leider verliefen die Verhandlungen nicht so gut wie es sich Raklgrash ausgemalt hat. Der Gnom verhedderte sich im feinen politischen Gewebe welches sich Brevoy nennt. Er hatte vergessen wie nationalistisch die Rostländer sind und wie sehr sie den Norden verabscheuen. Beinahe wäre die Unternehmung an diesem Punkt gescheitert. Als der Gnom dann noch eine Anspielung auf die Ehre des Mannes vor ihm machte, hätte dieser eine Herausforderung zu einem Duell ausgesprochen. Doch Pekkarim Garth besann sich und gab dem Anliegen des kleinen Mannes vor ihm nach, und wenn es nur dazu dienen solle um sein Ehrgefühl zu beweisen.
Er führte ihn durch einen Teil des Anwesens bis sie an einer Treppe ankamen. Dort stiegen sie herab und der Adlige ließ den Gnom einen Augenblick alleine vor der Eisentüre stehen. Allem Anschein nach deaktivierte er einen Mechanismus für unliebsame Gäste.

Letzten Endes führte er seinen Gast in einen Tresorraum. So viele wunderbare, geheimnisvolle Schätze! Doch all die Mühe wurde schließlich belohnt, denn Raklgrash erblickte nach einigen Vorführungen das ersehnte Buch. Kalter Dampf umwaberte den Foliant als der Schwertjunker seinen Schatz aus einem Schließfach hervorholte. Man vereinbarte einen Preis und einen Termin und verblieb auf diese Weise.

Noch in der selben Nacht wollte man den Bruch begehen, es war keine Zeit zu verschwenden.

02. Gozran 4709 , Mondtag , Restow , Brevoy
Es war eine Stunde nach Mitternacht, dass die Helden sich für ihre gemeinsame Unternehmung zum Anwesen des Schwertjunkers begaben. Und der Elf sollte Recht behalten mit seiner Wahl: zusammen mit den beiden Dieben gelang es ihm das wertvolle Buch in seinen Besitz zu nehmen und ohne erwischt zu werden das Anwesen wieder zu verlassen.

Zusammen ging man wieder zurück zum Gasthaus wo man seine Sachen packen wollte um in ein schäbigeres Viertel umzuziehen. Es war den dreien nicht geheuer, solch ein wertvolles Buch inmitten der Stadt zu öffnen. Lieber an einem Ort, an dem man keine Fragen gestellt bekommt.
Gerade wollten sie das Gasthaus durch den Schankraum verlassen, da………

…………entdeckte Nikanor einen alten Bekannten…….Aldous Fletcher. Der Händler, dessen Tochter er……geehrt hatte. Zusammen mit ein paar in Stahl gekleideten Herren erwartete er den Schurken bereits und lud ihn auf der Galerie zu einem Getränk ein. Man sprach über dies und jenes, über das Wetter und über das Geschäft. Der Händler erwähnte auch, dass seine schöne Tochter ihm unter Tränen alles gestanden hatte. Ihm und ihrem Verlobten, einem grobschlächtigen Kerl aus der Adelsfamilie der Lebedas. Ein Blick in die Galerie genügte um den Verlobten dort toben zu sehen: gerade hatte er jemanden bewusstlos geprügelt, weil er wissen wollte, wo dieser elendige Hundesohn von Vergewaltiger sei.
Aldous unterbreitete Nikanor ein Angebot und Nikanor nahm dieses dankend an. Immerhin konnte er so seinen Kopf aus der Schlinge ziehen.

Noch in dieser Nacht verließen die drei die Stadt um ein paar Tage außerhalb zu verbringen. Die Auswahl der Expeditionsteilnehmer in die Raublande wird erst in fünf Tagen getroffen. Bis dahin konnte man es sich ja auf einem Hof gemütlich machen und das entwendete Buch öffnen…

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Session #1 Das Leiden der Zwerge zu Grauhafen
denn sie tragen die Hoffnung ihres Volkes....

anwesende Charaktere:

8. Pharast 4709 , Schwurtag , Grauhafen , Brevoy
Seitdem der Kontakt zu den Zwergen des Golkaklans abbrach, schwand der Handel mit den so wichtigen Eisenerzen- die Haupteinnahmequelle der Stadt Grauhafen verschwand aus den Warenlagern, die Händler rauften sich die Haare.
Schon seit Beginn des Jahres musste man Eisenerze aus aller Herren Länder importieren, oft von schlechterer Qualität zu teureren Preisen. Die Händlergilde und die Priester des Abadar machten sich langsam Sorgen um ihren Geldbeutel und das Wohlergehen der Stadt

So kam es, dass an diesem Tag der Zwergenschmied Farli Markstein einen Händler erwartete, welcher ihm mit frischem Erz versorgen sollte. Dabei handelte es sich um einen Ulfen namens Sterk Vargson, einem großgebauten, einschüchternden Mann mit der Mähne eines Gebirgslöwen.
Doch der Preis den der Zwerg dafür zahlen sollte war zu hoch für dessen Geldbörse, die beiden schacherten und feilschten, bis sie sich endlich einig wurden und der Zwerg sein Erz hatte. Zwar roch es falsch und nicht nach den Goluschkinbergen, doch was sollte er tun, immerhin musste er Waren herstellen um sie zu verkaufen.
Und außerdem wäre in wenigen Tagen der Namenstag seines Lehnsherren: Toval Golka, der zwergische Adoptivsohn des Fürsten Garess.

9. Pharast 4709 , Feuertag , Grauhafen , Brevoy
Am anderen Ende der Stadt traf sich der Ältestenrat der Zwerge im Haus ses Vorstehers Dolgrin Bolekson. Dem Rat sitzen folgende Zwerge bei: Morgrym Donnerbart, Grunyar Eisenarm, Harsk Imgrimmsch und Toval Golka. Als Beschützer der Zwergengemeinde ist außerdem Padrym Kupferschlag dem Rat unterstellt.
In dieser Ratssitzung wurde über die derzeitige Stimmung in Grauhafen gesprochen. Die hiesige Bevölkerung schien sich nicht mehr daran erinnern zu wollen, dass der Golkaklan jahrzehntelang für den Reichtum der Stadt gesorgt hatte. Der Kanon der Bevölkerung besagt, dass die Zwerge sich absichtlich abgeschottet hätten um durch eine Hintertür im Gebirge Handelsbeziehungen mit anderen Familien- allen voran das Haus Surtowa zu unterhalten.
Das diese Bemerkungen völlig idiotisch und unrealistisch seien, wäre natürlich klar. Jeder der etwas anderes denken möge, sei nicht mehr richtig im Kopf.
Letztendlich konnte man jedoch keine Lösung für dieses Problem finden, da einer der großen Widersacher der Zwerge die mächtige Kirche des Abadar, allen voran Gabradon, Hohepriester des Abadar sei. Diese hat dem Fürstenhaus Garess bereits große Summen an Gold geliehen, damit dieser den Verlust durch das Eisengeschäft ausgleichen konnte.
Laut Aussage seines Ziehsohnes seien ihm die Hände gebunden. Man musste eine andere Lösung finden.

15. Pharast 4709 , Schwurtag , Grauhafen , Brevoy
Am Nachmittag, der Schmied Farli Markstein hatte gerade seine letzte Arbeit getan, donnerte seine Türe auf, und ein riesiger Halb-Ork stand in der Schmiede. In seinem Schatten lungerten zwei schmutzige Kerle herum. Farli erinnerte sich, dass er diesem Kerl, allesamt Söldner mit üblem Ruf, vor einigen Tagen eines seiner Schwerter verkaufte.
Dem folgendem Gebrüll des Ungetüms war zu entnehmen, dass das Schwert (am Heft befand sich nur noch eine Handbreite der Klinge) bereits bei den ersten drei Schlägen zu Bruch ging und er auf der Stelle sein Gold zurückforderte.
Allein die Tatsache, dass Farli sich von Gold trennen müsste, machte den Zwerg widerspenstig. Die Debatte endete damit, dass der Söldner mit seinen Fäusten auf in losging um so seinen Standpunkt zu vermitteln. Der Schmied hatte keine Chance gegen die Kraft, die Übermacht und die Heimtücke der drei Söldner.

Fast schien es, als würde er zu Boden gehen, da stand plötzlich eine weitere Gestalt im Türrahmen. Der Gestalt nach zu urteilen ein Zwerg. Und da stand er in all seiner Pracht- der Beschützer der Zwerge, ein Bewahrer der Tradition: Padrym Kupferschlag. Rücksichtslos und ohne Vorsicht sprang er in die Bresche und binnen von Sekunden hatte er alle drei Widersache ins Reich der Träume geschickt und half seinem Zwergenbruder auf die Beine. Schnell stellte sich heraus, dass der Fehler nicht an der Schmiedetechnik lag, sondern an der Qualität des Erzes. Man hatte den Zwerg betrogen!

Nachdem die Situation mit den Söldner geklärt wurde (sie erhielten eine Abfindung von 10 Goldmünzen) brach das nächste Unheil herein: es sollte sich heraus stellen, dass der junge Toval zur Jagd in die Berge geritten war. Und sein neues Schwert war mit dabei! Was wäre wenn die Klinge auch beim ersten Streich brechen würde? Nicht auszudenken!

Und so war es, dass die beiden Gefährten in den Goluschkinbergen das Leben des Stammessohnes vor Goblins und einem Hobogoblin retten konnten und ihn schwerverletzt zurück in die Stadt brachten, wo ihn Dolgrin Bolekson versorgte.

16. Pharast 4709 , Feuertag , Grauhafen , Brevoy
Am Abend traf sich wieder der Ältestenrat um über aktuelle Ereignisse zu sprechen. Dieses Mal war auch Farli Markstein eingeladen, der Sitzung beizuwohnen. Die Kampfstärke der beiden Zwerge im Kampf gegen die Goblinoide wurde lobend bei einem Humpen Bier erwähnt.
Bald jedoch stellte man sich den ernsteren Themen: die Stimmung gegen Zwerge wurde immer aggressiver. Schon am hellichten Tag wurde ein Zwerg von betrunkenen Händlern mitten auf der Straße zu Boden gedrückt und ihm wurde der Bart geschoren! Bei Torags Hammer! Man müsse was unternehmen, brüllten die Ältesten. Der junge Toval beschichtige die aufgebrachten Zwergenältesten und unterbreitete ihn eine Lösung.
Laut Agenten seines Vaters versuchten die Schwertjunker von Restow im Geheimen, Männer und Frauen für eine Unternehmung anzuwerben, welche dem Rostland loyal gegenüber sind. Fürst Garess hat die Gelegenheit erhalten, eine Auswahl an Männern zu entsenden, auf dass diese die Aufnahmekriterien erfüllen und für die Queste in die Reihen aufgenommen werden.
Bei der Queste soll es darum gehen, die Raublande urbar zu machen und so die Ländereien zwischen Brevoy und den Flusskönigreiche für den Süden Brevoys abzusichern.

Dies wäre die Gelegenheit für die Zwerge, ihren Nutzen zu beweisen und die Lebensbedingungen in Grauhafen wieder zugunsten der Zwerge zu kippen. Mit der Erkundung der Raublande wären auch Nutzung von Rohstoffen verbunden- die Zwerge könnten mit eigenen Minen in Die Raublande die Schmieden und Händler von Grauhafen wieder mit eigenen Erzen versorgen!

Zu diesem Zwecke sollen Padrym und Farli entsandt werden- damit der Steinfürst sein Volk beschützen kann, muss er dieses verlassen und in weiter Ferne für die Zukunft der Zwerge in Grauhafen kämpfen! Farli soll dem Paladin als Berater beistehen, immerhin kenne er sich besser aus mit Erzen. Desweiteren soll er in der Ferne seine Meisterwaffe aus Adamant fertigen, damit er in den Stand eines Schmiedemeisters erhoben wird.
Beide schworen nicht zu versagen und ihrem Volk beizustehen. Bereits am nächsten Tag sollte die Reise in den Süden nach Restow beginnen….

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