Numeria

Numeria.png
Gesinnung: Chaotisch Neutral
Hauptstadt: Sternenfall (32.400)
Wichtige Siedlungen: Aaramor (1.490), Chesed (59.690), Dravod Klopf (1.288), Fackel (4.320), Hajoth Hakados (6.780), Iadenveigh (2.300), Kehllos (1.940), Urionsburg (1.240)
Herrscher: Kevoth-Kul, der Schwarze Herrscher von Numeria
Regierungsform: Barbarische Monarchie
Sprachen: Hallitisch
Religion: Desna, Gorum, Iomedae, Nethys
1.1_Numeria.png
Die rauen Ebenen von Numeria, an den nördlichen Ufern des Sellen und seiner Seitenarme gelegen, besitzen eine spröde, majestätische Schönheit. Numeria ist das größte der Flusskönigreiche. Einst war es ein aufsteigender Stern am Himmel Avistans, eine kriegerische Nation, die ihre Nachbarn unter ihrem rauen Banner vereinen wollte. Doch der Fall von Sarkoris und das Entstehen der dämonischen Weltenwunde nahmen Numeria den Schwung. Heute ist es nunmehr ein Land voll grimmiger Barbaren und erfüllt von finsterer Magie. Ein Grüppchen verdorbener Magier herrscht über das wilde Volk und widmet sich Artefakten, die es nicht versteht, sowie Geheimnissen, die nicht von dieser Welt sind.

Geschichte
Lange vor dem Beginn der Geschichtsschreibung Numerias, vielleicht sogar noch vor dem Zeitalter der Finsternis, waren die in Numeria ansässigen Kellidenstämme Zeuge eines der
wohl seltsamsten Ereignisse in Golarions Geschichte: Sie sahen, wie ein brennender Berg aus Metall vom Himmel fiel. Bei dieser fremdartigen Masse handelte es sich um ein riesiges
Schiff aus den dunkelsten Weiten des Raums. Es brach in der oberen Atmosphäre auseinander und fiel dann hernieder. Die Kelliden nannten dieses Ereignis den Sternenregen. Überall auf den Ebenen schlugen die Brocken des Wracks ein; manche nur
faustgroß, andere so riesig wie ganze Städte. Das Land wurde in unbekannte Energien getaucht, die bis zum heutigen Tage seltsame Mutationen hervorrufen. Das größte dieser Fragmente ist die Silberkuppe, die über Numerias Hauptstadt Sternenfall in den Himmel ragt. Das seltsame Wissen und die Technologie, die aus den wabenartig angelegten, noch intakten Kammern gewonnen wurden und werden, sind die Basis für die Macht des
Schwarzen Herrschers. Die öde Landschaft Numerias gibt nur wenig her, mit dem man handeln könnte. Im Süden jedoch ist das Land als Quelle der Himmelsmetalle bekannt; sieben seltenen Metalllegierungen, die aus der Hülle des abgestürzten Sternenschiffs gewonnen werden und sich für die Erschaffung einzigartiger Waffen und Artefakte eignen, ein jedes mit seinen ganz eigenen, besonderen Eigenschaften.

Adamant ist das wohl häufigste dieser Metalle, und die Geschichten über den wundersamen „Numerianischen Stahl“ haben bereits die fernsten Winkel Avistans und Garunds erreicht. Seit dem plötzlichen Auftauchen der dämonischen Heerscharen
in dem heute als die Weltenwunde bekannten Gebiet kommen immer mehr heilige Krieger aus dem Süden nach Numeria, um von dort aus nach Mendev weiterzureisen, wo sie sich dem Kreuzzug anschließen. Meist kommen diese Pilger über die Flussstraße (die Route von der Inneren See am Sellen entlang nach Chesed) und gesellen sich dann zu ihren Brüdern und Schwestern an der Front. Man empfindet diesen Einfluss, die fremden Gesichter und Ideologien zwar als ein wenig störend, doch der Schwarze Herrscher und die Technikliga heißen die Pilger und ihr Geld willkommen. Die Numerianer versuchen, den Reisenden so viel davon wie möglich aus der Tasche zu ziehen, bevor man sie dann Richtung Norden, in ihren unvermeidlichen, aber ruhmreichen Tod entsendet. Von all den fremdartigen Artefakten aus dem Wrack des Sternenschiffes, (seien es die merkwürdig
gravierten Silberscheiben, welche die Stammesleute als Währung nutzen, oder auch halluzinogene Flüssigkeiten, die aus den gerissenen Wänden der Silberkuppe tropfen), sind die Zahnradleute der Technikliga die bekanntesten.
Silberscheibe.png
Diese fremdartigen Automaten wurden vor einer Generation in einer bis dahin unentdeckten Kammer gefunden. Es sind menschenförmige Konstrukte aus Stahl und anderen, fremden Metallen. Verschiedene Kleinigkeiten an ihnen wirken beunruhigend disproportioniert, als wären sie von jemandem gefertigt worden, der erstmals einen Humanoiden gesehen hat. Die Zahnradleute sprechen mit merkwürdig vertrauten, schrillen
Stimmen, tun dies meist aber nur, um Befehle zu geben oder potentielle Unruhestifter zu warnen. Die Gerüchte sprechen von noch größeren Konstrukten, darunter fremdartige, insektoide Kolosse, welche Feuer und Metall mit verheerender Kraft aus ihrem Leib spucken können. Die Maschinenwesen können zwar sprechen, doch haben nur wenige außerhalb der Technikliga ihre seltsamen Stimmen je gehört. Aus Gründen, die sie niemandem
mitteilen, dienen diese Konstrukte der Liga als Schocktruppen sowie Wachen und gehen ihren Angelegenheiten mit gnadenloser, mechanischer Effizienz nach. Gerade aufgrund dieser Effizienz beunruhigt es die Liga umso mehr, wenn einer von ihnen vorsätzlich einen scheinbar beliebigen Befehl missachtet. Mal wird ein Verurteilter freigelassen, mal versagt ein Maschinenwesen beim Beschützen seines Herren; und auf die zornigen Fragen der Liga
antwortet nur unergründliche, fremdartige Stille. Regierung: Vor vielen Jahrzehnten war Kevoth-Kul ein großer Kriegsherr, zu dem viele Kelliden aufschauten und den sie als leuchtendes Beispiel für die Tugenden ihres Volkes betrachteten. Mit seinem riesigen Zweihänder erzwang er Bündnisse zwischen den Stämmen. Seine Methoden waren zwar blutig, doch seine Anhänger glaubten fest daran, dass er die Grenzen Numerias weiter als jemals zuvor ausdehnen könnte. Als Kevoth-Kul aber Sternenfall zu seiner Hauptstadt machte, begann er zugleich, auf die Einflüsterungen der Technikliga zu hören, einer Gruppe
mächtiger, aber verkommener Magier, welche die Geheimnisse der Silberkuppe ergründen wollte.

Auch wenn sie kaum etwas über die meisten der Gegenstände wussten, die sie ausgruben,
reichte es doch aus, um ein dauerhaftes Bündnis mit Kevoth-Kul zu schmieden. Mit ihnen an seiner Seite wurde die Herrschaft Kevoth-Kuls in Sternenfall zementiert. Etwas veränderte sich damals in dem Kriegsherrn. Statt seine Eroberungspläne weiter voranzutreiben, wurde der Barbarenkönig finster und grüblerisch. Plötzlich nannte er sich selbst Schwarzer Herrscher und gab sich nur noch fleischlichen Gelüsten hin.

Numeria

Königsmacher grannus