Waldenau

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Dies ist der Ort an dem Quon Jörk sein Leben mit den„Räubern“ verbracht hatte. In den Flüssen und Mooren hat er sein Handwerk geübt und verfeinert. Seine Truppe bestand aus einem kleinen Bruchteil der Banditen in Waldenau. Mit den meisten anderen Lumpenvolk hatte er schon alleine aufgrund seiner Andersartigkeit wenig bis keinen Kontakt.
Das als Waldenau bekannte Räuberversteck ähnelt vielen anderen Mooren in den Raublanden. Es ist ein kleines Tal im Hackenzungensumpf, das mit schwarzem, abgestandenem Wasser gefüllt ist. Im Wasser wachsen ebenso viele Bäume wie am Rand des Moores. Viele dieser vielarmigen alten Waldriesen, die aus dem Wasser ragen, sind totes Holz, ertränkt von Überflutungen. Rinnsale fließen in die wassergefüllte Lichtung, aus der ein breiterer Bach hinausfließt. Er vereint sich mit anderen und mündet schließlich in den Sellen selbst.
Die oberen Zweige der toten Bäume im Moor sind durch Seilbrücken verbunden, die jeweils aus drei Seilen bestehen: einem dicken „Bodenseil“ und zwei dünneren Seilen, die als Geländer dienen. Die hier hausenden Banditen haben Ranken geflochten und zusammengebunden sowie Moos und verschiedene noch lebende Wassergewächse an den Brücken befestigt, um die Seile und jeden Nutzer der Brücken zu verbergen.
Waldenau ist viele Jahre alt, sodass die meisten Brücken mittlerweile wie dichte, wachsende Massen lebender Pflanzen aussehen, nicht wie von Menschen gefertigte Laufstege. Moose hängen von den Brücken und viele Ranken reichen bis ins Wasser hinab. Manche davon sidn mit Schlaufen im Wasser verbunden, mit denen die Räuber große Fische und essbare Moorkreaturen fangen wollen- und in denen sich auch Angreifer verstricken können. Andere Ranken winden sich um versenkte Kisten voller Münzen und Edelsteine, die versteckte Beute aus erfolgreichen Diebstählen und Raubzügen (die meisten hängen an mehreren Ranken und nicht nur an einer). Waldenau wird genutzt, um Schätze, Wein und haltbare Nahrung zu verstecken, wie Nüsse, mit Wachs versiegelte Käserlaiber und Räucherfleisch, das in kompakten metallen „Lagerkisten“ aufgebwahrt wird. Es ist ferner ein Ort, an den Banditen sich zurückziehen können, die von Abenteurern oder den Rittern eines zornigen örtlichen Fürsten der Flusslande gejagt werden. Bis auf wenige Ausnahmen verweilt kein Räuber oder Bandit hier länger als es nötig ist.

Zu jeder Zeit nutzen 40-60 Räubier die Waldenau als Basis. Ein Drittel sind Neulinge- „Fische“ genannt-, denen die erfahrenen Räuber nicht trauen und die sie als ersetzbar betrachten. Der Rest bestehs aus besagten Veteranen. Es sind abgehärtete Kämpfer und Schurken aller Art. Die Räuber schleichen durch den Wald rund um die Waldenau und rauben Reisende aus. Sie gehen auch auf Raubzüge in weiter entfernte Gebiete und greifen sogar Ansiedlungen und Städte an, wenn sie vorher schlechte Beute gemacht haben.
Der gegenwärtige Räuberhauptmann ist Althor Haugrim, ein kräftiger, breitschultriger Schläger und Krieger, der stets Verrat wittert und nur den drei loyalen Stiefelleckern absolut vertraut, die mit ihm in Führungspositionen gelangt sind.

Waldenau

Königsmacher grannus