Königsmacher

Session #16 Das Verderben das über den Erastil-Tempel kam

Das zweite halbe Jahr

anwesende Charaktere:

28. Sarenith 4710, Mondtag, Dornburg, Dornenmark
Der Frühling kam und schmolz die Trauer ob der grausigen Ereignisse auf dem Jahrmarkt hinweg. Und als der Sommer anbrach, konzentrierte man sich weiterhin auf das Erblühen des so jungen Reiches. Während Dornburg sich weiter ausdehnte und immer weitere Pioniere anlockte, wurde in Tatzelfurt eine hochaufragende Trutzburg gebaut- ein Sinnbild der Standfestigkeit gegen den wilden Westen.

Doch sollte die Dornenmark schon bald erneut geprüft werden. Unruhige Zeiten brachen an als die Gerüchte um marodierende Trolle im Süden sich immer mehr bewahrheiteten. Was braute sich da im Süden des Grüngürtels nur zusammen? Ein Trollstamm der einfach nur zerstören wollte? Oder steckte etwas anderes dahinter?

Dem nicht genug, ereilte den Rat an diesem Morgen ein Bote aus Tatzelfurt. In dem Bericht von Loy Rezbin wurde von verschwundenen Händlern und Holzfällern, Sichtungen von Untoten Kreaturen welche die Gemeinde in Angst und Schrecken versetzen und derlei Dinge berichtet. Man bat die Helden um Beistand zu dieser Zeit!

Dem war nichts mehr hinzuzufügen. Der Baron meinte, man hätte sich lange genug vom Abenteuerleben ausgeruht- es wäre wunderbar, endlich mal wieder in die Wildnis zu gehen statt nur mit Bauklötzen zu spielen! Man vereinbarte, dass die Gruppe sich trennen würde: Padrym und Quon sollten zusammen mit einigen Wachen nach Süden ziehen um herauszufinden, was es mit diesen Trollen zu tun habe. Währen dessen würden die anderen nach Tatzelfurt reiten um dort die Untotenplage zu untersuchen.

30. Sarenith 4710, Wohltag, Narlmark, Dornenmark
Nur noch wenige Stunden durch den Wald und man würde Tatzelfurt erreichen. Zwischen den Schatten bemerkte Phlexia eine untypische Bewegung und kundschaftete dies aus. Und dort! Zwischen den Bäumen wandelten die untoten Leiber von einfachen Bauern und einer Händlerfamilie. Schnell wurden diese Kreaturen unschädlich gemacht und ihre Körper untersucht. Sie waren noch nicht lange verwest. Nun wollte man keine Zeit mehr verlieren und ritt weiter. Am Erastil-Tempel wollte man sich bei Djod über die Ereignisse informieren, doch vor Ort angekommen mussten die Helden mit Schrecken feststellen, dass der Tempel verlassen war. Auf der Lichtung war niemand zu sehen und selbst nach Rufen zeigte sich keine Menschenseele.
Vorsichtig drangen die Helden in den höhlenartigen Komplex des Tempels ein und lüfteten so das grausige Schicksal. Drinnen war es dämmrig und muffig. Ein weiterer Untoter schlurfte stumpfsinnig in dem verlassenen Tempel umher. Im trüben Licht erkannte Farli das Gesicht des verwesten Leichnams. Mit einem Hieb seiner Streitaxt erlöste der Zwerg seinen treuen Freund von seinem Leid. Djod würde nun ruhen können.

Nachdem der Leichnam von Djod begraben war, hatte man das Innere des Tempels näher in Augenschein genommen. Die hintere Höhlenwand war eingestürzt und offenbarte eine dunkle Steige welche tiefer in das Erdinnere führte. Das Gestein rund um diesen Einbruch wies eine Merkwürdigkeit auf: die Ränder waren von Frost überzogen. Frost, welcher auch bei diesen sommerlichen Temperaturen nicht schmolz. Eine dunkle Vorahnung beschlich die Helden während sie beschlossen, diesem Abstieg zu erkunden.

Der Abstieg war nicht natürlichen Ursprungs, das war schnell klar. Der Stein war behauen und selbst die Zwerge mussten die Kunstfertigkeit anerkennen. Nach näherer Untersuchung konnten die beiden Gesteinsliebhaber mit Sicherheit sagen, dass dieser Gang mehrere tausend Jahre alt sein musste. Und er führte immer tiefer hinab. Man bewegte sich im spiralenförmig hinab und alsbald tat sich ein Abgrund auf, wobei der Gang sich an diesem Abgrund hinabschlängelte. Im Schein der Laterne konnte Phlexia bald eine bizarre Veränderung wahrnehmen. Inmitten des Gesteins im Abgrund befanden sich in unregelmäßigen Abständen …..Augen. So groß wie ein menschlicher Schädel. Und sie schienen nicht aus Stein zu sein, sondern waren tatsächlich Augen. Und sie beobachteten die eindringenden Helden. Schnell fielen diese Augen den zielsicheren Pfeilen der Fee zum Opfer.

Dann endete der Abstieg an brackig riechendem Wasser. Jedoch konnte man sehen, dass ein weiterer Gang tiefer in die unnatürliche Anlage führen würde. Man müsste nur das Wasser passieren. Phlexia flog vor um die Gegend auszukundschaften.

Und das war der Moment als die Wasseroberfläche explodierte und mehrere Fangarme daraus emporschossen um die kleine Fee zu ergreifen. Nur mit Mühe konnte Phlexia diesem neuen Feind entwischen und ein ungleicher Kampf auf Leben und Tod entbrannte. Moosbehangene Skelette erhoben sich aus dem Wasser. Zwischen den morschen Rippen schlängelten sich die tentakelartigen Organe um ihre Opfer zu sich zu ziehen. Es war ein hartes Ringen, doch am Ende konnten die Helden obsiegen obschon Raklgrash beinahe ertränkt worden wäre.
Schnaufend und prustend entschied man sich dazu, Verstärkung zu holen und erst dann weiter in den Komplex einzudringen. Während also Phlexia nach Süden flog um Padrym und Quon von ihrer Trolljagd zurück zu holen, zogen Raklgrash und Farli nach Tatzelfurt um sich dort auf das Erkunden des fremdartigen Gewölbes vorzubereiten.

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grannus

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