Jegan Rauno

Description:
Bio:

Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, meldete er sich, schon bald
nach dem Erreichen seiner Volljährigkeit, freiwillig, für den Dienst in
der Armee Krenwalds. Dies stellte seine Möglichkeit dar, endlich den
Krankheiten und dem Hunger zu entkommen, die in den Slums der
Hauptstadt zum Alltag gehörten und vielen seiner Freunde zum
Verhängnis geworden waren. Wie sich bald herausstellte, war der
Eintritt in die Armee ein Glücksfall für ihn gewesen: Hier befand er
sich unter Menschen, für die seine Herkunft nichts zählte, hier konnte
er ein respektiertes Mitglied einer Gemeinschaft sein, ohne dass ihn
Jemand, ob seine niederen Geburt verurteilen oder belächeln würde.
Jegan hatte schon immer sehr geschickte Hände gehabt und durch
den täglichen Drill seines Leutnants Haugrim, entwickelte er sich zu einem formidablen
Messerkämpfer und Späher und es schien dass ihm eine goldene Zukunft bevorstünde.
Als die Armee Krenwalds jedoch in der Schlacht bei Listholz zerschlagen wurde, musste er
seine Zukunftsaussichten begraben, denn die vormaligen Armeeangehörigen wurden zu
Vogelfreien erklärt. Dementsprechend verblieb er, wie viele andere seiner Truppe, bei
seinem Anführer Haugrim und folgte ihm in das Leben als Söldner.

Während eines Feldzuges in Galt, verlor er seinen rechten Arm, als er Haugrim vor einem
rasenden Ork zu schützen versuchte wodurch es ihm nicht mehr möglich war, sich aktiv an
den Kämpfen zu beteiligen. In einer Söldnertruppe hätte dies eigentlich sein Ende
bedeuten müssen, denn zu Essen bekommt oftmals nur jene, die auch ein Schwert halten
und kämpfen können. Als Dank für seine Treue und für die Rettung seines Lebens,
erlaubte ihm Haugrim, dennoch Teil der Truppe zu bleiben und ermöglichte ihm so über
die Runden zu kommen. Auch wenn Haugrim nun kaum noch großherzige Züge aufweist,
so ist Jegan ihm gegenüber absolut loyal und würde nie zulassen dass ihm etwas
geschieht. Für Quon war Jegan so etwas wie ein Mentor und die einzige ihm freundlich
gesonnene Person, unter den bösartigen Halsabschneidern Waldenaus. Er hatte Quon
mehr oder weniger aufgezogen und ausgebildet, nachdem Haugrim ihm diesen als
Haustier geschenkt hatte. Von den anderen Banditen hatte Jegan nichts als Häme
erfahren, weil er sich der kleinen Kröte angenommen hatte, aber für ihn war Quon wie eine
Erinnerung an ein früheres, besseres Leben. Wenn er selbst, so wie Haugrim es einst für
ihn getan hatte, das Leben eines anderen verbessern konnte, dann gab es vielleicht auch
für ihn noch Hoffnung.

Jegan Rauno

Königsmacher grannus